« Tu nous garde dans la joie, la simplicité, la miséricorde », heißt es in einem Taizé-Gesang Frère Rogers über die Auslegung der Seligpreisungen.
Freude, Einfachheit, Barmherzigkeit – drei Worte, mit denen auch der Herz-Jesu-Roadtrip gut beschrieben werden kann, der das Priesterseminar fünf Tage über auf die unterschiedlichsten Stationen ins Herz Burgunds führte : Vom Elsass mit kurzen Stopps in Straßburg und dem Isenheimer Altar in Colmar hin zu den kleinen wie großen klösterlichen Gemeinschaften in Chauveroche, Rimont und Taizé und den kulturell-religiös prägsamen Orten in Ronchamp, Paray-le-Monial, Cluny und dem Hôtel-Dieu in Beaune, die der Reise ihre Form und ihren Inhalt verliehen waren es viele facettenreiche Eindrücke und die Wärme der Menschen, die diese Reise so besonders machten.
Die Freude begegnete uns vor allem im Kontakt mit den Menschen, die mit ihrer Gastfreundschaft und zuvorkommenden Art ein Gefühl der Wärme bei uns hinterließen, in Chauveroche wie auch bei der Communauté St. Jean in Rimont, wo wir durch gemeinsames Gebet und gemeinsame Abendessen am Leben der jeweiligen Gemeinschaften teilnehmen durften. Nicht zu vergessen jedoch das gute Beisammensein der Gruppe untereinander: Die vielen gemeinsamen Autofahrten, die nur dank einer Grundsympathie und dem Wohlwollen so reibungslos verliefen, aber auch die gemeinsamen Abende, die mit Lachen, Spiel und Witz für eine gute Stimmung sorgten.
Die Einfachheit wiederum begleitete uns bei der Unterbringung bei der kleinen Kommunität in Chauveroche und auch in dem nüchternen Stil von Taizé, wo wir an den Gebetszeiten teilnehmen durften und die einfachen Verhältnisse, die das Leben dort prägen, erlebten und in mit einem Bruder ins Gespräch bringen konnten.
Nicht zuletzt aber die Barmherzigkeit und Liebe Gottes, die einem in den Geschichten rund um Marguerite-Marie Alacoque und Claude de la Colombière in Paray-le-Monial nahegebracht wurde machten die Reise aus. Erfahrbar wurde n Barmherzigkeit und Fürsorge auch im Hôtel Dieu in Beaune, das über Jahrhunderte kranke Menschen mit einer tiefen Großzügigkeit beherbergte und gesunden ließ. Großzügig schauen wir auch auf die langen Autofahrten mit Pater Spiritual und Pater Regens zurück, die uns – durch gute Fahrkünste oder ein bisschen göttliche Barmherzigkeit – letztlich wohlbehalten zurück brachten.