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Geistliche Ausbildung
Erstes Semester
Zweites Semester
Drittes Semester
Viertes Semester
Siebtes Semester
ab dem Achten Semester
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von P. Spiritual Michael Schneider SJ

Die Geistliche Ausbildung im Priesterseminar Sankt Georgen steht in der Tradition jesuitischer Seminarausbildung. Das gestufte Curriculum wurde nach den kirchlichen Vorgaben in Absprache mit den zuständigen Diözesanbischöfen erstellt. Im Kontext des am Priesterseminar Sankt Georgen praktizierten "Integrierten Propädeutikum" werden die Inhalte des Geistlichen Ausbildungsprogramms während der Studienzeit in den sog. „Semesterkreisen“ vom Spiritual darge­legt und von den Seminaristen umgesetzt.

 

PRINZIPIEN DER GEISTLICHEN AUSBILDUNG

  1. Der Seminarist soll die nötigen Informationen über die Spiritualität der katholischen Kirche und ihre geistlichen Traditionen erhalten, zugleich aber auch zu einer persönlichen und tragfä­higen Form geistlichen Lebens im Alltag finden.
  2. Die Semesterkreise mit dem Spiritual finden an einem Abend statt, damit der Seminarist anschließend genügend Zeit hat, die Thematik für sich zu vertiefen und weiterzu­führen.
  3. In den wöchentlichen Semesterkreisen werden in der ersten halben Stunde des Treffens einige grundsätzliche Ausführungen zu dem jeweiligen Thema gegeben, während sie in der zweiten Hälfte des Abends im Leben von Heiligen und Zeugen des Glaubens biographisch verortet und veranschaulicht werden. Auch werden regelmäßig Hilfen und Anregungen aus der Geschichte und Theologie der christlichen Kunst und des Kirchbaus gegeben, ferner gibt es hinreichend Hinweise zur Geschichte, Liturgie und Tradition der Ostkirche.
  4. Die ersten vier Semester dienen der Grundlegung des geistlichen Lebens, wie es von jedem Christen ausgeübt werden soll, die Semester nach der Externitas haben die Einübung in die priesterliche Spiritualität und den Lebensstil eines Weltpriesters zum Ziel.
  5. Grundvollzüge und -themen der christlichen und priesterlichen Spiritualität werden im Laufe der fünf Jahre mit je unterschiedlichen Akzenten erneut aufgegriffen und vertieft.
  6. Einzelne Themen der persönlichen und geistlichen Lebensgestaltung werden von den Semina­risten selbständig schriftlich erarbeitet und im Semesterkreis besprochen.
  7. Die Themen der Semesterkreise, wie sie im folgenden vorgestellt werden variieren je nach den Bedürfnissen und Fragen der Semi­na­risten bzw. ihrer aktuellen Situation.

GRUNDTHEMEN DER GEISTLICHEN AUSBILDUNG

Erstes Semester

Grundübungen geistlichen Lebens

(mit Hinführung zu den ersten Exerzitien)

Zweites Semester

Grundfragen geistlichen Lebens

(mit Nachbereitung der ersten Exerzitien)

Drittes Semester

Gebet und Meditation; Sakramente

Viertes Semester

Evangelische Räte und christlicher Lebensstil; Berufung und Lebens­ent­scheidung

Siebtes Semester

Amt und Dienst des Priesters (eine theologische Grundlegung)

Achtes Semester

Einübung in die Spiritualität des Priesters (als Exerzitien im Alltag)

Neuntes Semester

Wie führe ich eine Geistliche Begleitung durch?

(Einübung mit „Rollen­spielen“ und Gesprächsprotokollen; Darlegung der entscheidenden Pro­zesse und Krisen geistlichen Le­bens)

Zehntes Semester

Wie sind Exerzitien und Einkehrtage durchzuführen?



Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 25. April 2010 um 16:05 Uhr