"Priesterlich werden" - Buchbeitrag aus Sankt Georgen PDF Drucken E-Mail

(C) Echter VerlagZu den im Priesterjahr aufgeworfenen Fragen und Anregungen erscheint ein Buch aus Sankt Georgen. Die Patres Kehl und Kessler legen aus der Perspektive der Theologie, aber vor allem als Praktiker in Sachen Theologen- und Priesterausbildung ein Plädoyer für das Priesterliche in der Kirche vor.
Priester werden verehrt als Männer Gottes, gleichzeitig als Relikte einer untergehenden Welt verachtet. Ihre Lebensform ist nicht zuletzt auch innerkirchlich umstritten. Angesichts einer Banalisierung des priesterlichen Dienstes durch kirchenamtliche Reduktion auf Strukturen und Verwaltung bei gleichzeitiger Tendenz zu einer nicht selten rückwärtsgewandten  Überhöhung geht es um Unterscheidung und Veränderung. Ein nüchterner Blick auf die Realität des Priesterlichen, der auch Fragen wie Gläubigen- bzw. Gemeindemangel, sexualisierte Gewalt in der Seelsorge oder große pastorale Räume nicht ausschließt, möchte Entwicklungslinien für den priesterlichen Dienst aufzeigen. Das Buch gibt praktische Anregungen wie geweihte Amtsträger und Laien ihre jeweilige priesterliche Berufung gestalten können.  
Aus ignatianischer Perspektive und auf dem Hintergrund ihrer Erfahrungen in Hochschule und Priesterseminar entwickeln die Autoren Perspektiven: Sie skizzieren Wege, wie die Kirche als Ganze priesterlich wird und wie „geistliche Menschen als menschliche Geistliche“  (K. Hillenbrand) überzeugender Priester sein können.


MEDARD KEHL UND STEPHAN CH. KESSLER,
Priesterlich werden. Anspruch für Laien und Kleriker
(Ignatianische Impulse 43),
Würzburg: Echter 2010, 96 S.
ISBN 978-3-429-03220-3
8,90 EUR

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 22. Juli 2010 um 10:40 Uhr