Berufung PDF Drucken E-Mail
Beitragsseiten
Berufung
Christian Fahl
Alle Seiten

Was ist Berufung?

Wenn Christus Menschen in seine Nachfolge ruft, ist dies eine Einladung zu einem Weg der Freundschaft. Im Markusevangelium wird als erster Grund der Berufung genannt: "damit sie bei ihm seien und er sie sende" (Mk 3,14). Mit-Leben und Mit-Gehen mit Jesus Christus ist der Ausgangspunkt.
Die Berufung zum Priester zeigt sich häufig durch konkrete Erfahrungen, z.B. als Ministrant, als Gruppenleiter in der Jugendarbeit, in sozialen Tätigkeiten oder einfach durch die Begegnung mit Menschen, die den Glauben überzeugend leben.
Eine Berufung ist nie etwas, das allein im Privatleben eines einzelnen Menschen eine Rolle spielt. Vielmehr bedeutet sie Integration in die Kirche, Mitwirken in der Evangelisation und am Aufbau einer "Kultur des Lebens".

Doch wie finde ich MEINE Berufung?

Der Gründer des Jesuitenordens Ignatius von Loyola machte am Anfang seines Glaubensweges die Erfahrung, dass er durch die Lektüre geistlicher Bücher und das Nachdenken über Gott auf eine Spur besonderer Freude geführt wurde. Im Gegensatz zu oberflächlichen Vergnügen verbrauchte sich diese Freude nicht. In dieser Erfahrung wurzelt die "Unterscheidung der Geister", die besonders im Jesuitenorden gepflegt und vermittelt wird. Sie dient dem Erkennen dessen, was dem Leben dient und im Blick auf Gott Bestand hat. Geistliche Übungen und das Gespräch mit erfahrenen Seelsorgern können auch den Interessenten für einen kirchlichen Beruf helfen zu unterscheiden: zwischen Wunschdenken und Eignung, zwischen dem Ruf zum Christ-Sein und dem Ruf zu bestimmten Lebensformen.
Seminarist sein bedeutet nicht, die Frage der eigenen Berufung schon endgültig beantwortet zu haben. Vielmehr ist das Leben im Seminar eine Zeit der Klärung, der Entwicklung und des Wachstums. Schließlich bleibt der Berufungsweg wohl immer ein Wagnis des Glaubens.

Weitere Informationen

Auf den nächsten Seiten haben einige Seminaristen ihren Weg bis zu uns nach Sankt Georgen in Worte gefasst.

Weitere Informationen gibt es bei den Diözesanstellen für die Berufe der Kirche oder bei den Regenten der jeweiligen Bistümern.



Zuletzt aktualisiert am Montag, den 22. Dezember 2008 um 15:36 Uhr