| „In Deinen Toren will ich stehen“ – Pilgerfahrt des Priesterseminars nach Israel im September 2009 |
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Dem Leben Jesu nachspüren und das Evangelium Christi neu lesen zu lernen – das war das Ziel des Pilotprojektes des Priesterseminars bei der Pilgerfahrt ins Heilige Land. Unter der Reiseleitung von Dr. Damian Lazarek (Paderborn) und der spirituellen Begleitung von P. Michael Schneider SJ und P. Stephan Kessler SJ machten sich 12 Seminaristen auf den Weg an den See Genesareth und nach Jerusalem. Die Fahrt nach Israel im Rahmen des Propädeutikums hatte zwei Schwerpunkte: zum einen das Studium der Bibel als „lectio divina“, zum anderen den Besuch der Heiligen Orte. Der bewusste Pilgergang zu den einzelnen biblischen Orten am See Genesareth, wie dem Ort Kafarnaum, der Brotvermehrungskirche in Tabgha, dem Berg der Seligpreisungen oder „Mensa Domini“ erschlossen einen neuen Zugang zum Evangelium: An den Orten Jesu das Wort des Evangeliums zu hören und das Gehörte spirituell zu vertiefen, das waren sicherlich mit die eindrücklichsten Erfahrungen dieser Pilgerfahrt. Das Land Israel wird für den Pilger zum fünften Evangelium. Die Botschaft Christi und sein Lebensweg im Heiligen Land erschließen sich auf eine Weise, wie es das reine Schriftwort nicht fassen kann.Der zweite Teil der Reise führte in die Heilige Stadt nach Jerusalem und nahm die Pilgergruppe mit hinein in die zwei wesentlichen Merkmale des Lebens Jesu: Die Geburt in Bethlehem und den Weg der Passion und des Todes und der Auferstehung Christi. Es ist als ginge man ein Stück mit Jesu, wenn man vom Ölberg hinabsteigt in das Tal vor dem Tempelberg, um dann in die Heilige Stadt wieder hinaufzusteigen, um am Berg Golgota und am Grab Christi im Gebet zu verweilen. Die Stadt Jerusalem zeigt aber auch das teils schwierige und angespannte Verhältnis zwischen den drei großen Religionen Judentum, Christentum und Islam. Auch, wenn die Gastfreundschaft der Menschen vor allem gegenüber der westeuropäischen Gäste groß ist, so merkt man die Spannungen zwischen den verschiedenen Gruppen. Besonders eindrücklich verdeutlicht sich dies an der Grenze zum Westjordanland und an den Chekpoints der autonomen Städte, wie zwischen Jerusalem und Bethlehem: Während die Palästinenser nur mit großer Mühe die Grenze überqueren konnten, war es für uns Westeuropäer vergleichsweise ein Kinderspiel. Im Judentum heißt es beim Sedermahl am Pessachabend: „Nächstes Jahr in Jerusalem.“ Wer das Heilige Land besuchen durfte, der versteht den sehnsüchtigen Wunsch dieses Satzes und kann sich glücklich schätzen, selbst als Zeuge Christi das Heilige Land besucht haben zu dürfen. Für die Alumnen: |
| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 21. September 2009 um 16:45 Uhr |





